Die Geschichte hinter Büfffelhüfte


Eigentlich hat die Geschichte „Büffelhüfte“ mit einem Hater-Kommentar begonnen.

Ich postete auf Instagram eine Story, in der ich auf einer Karaoke-Bühne stand (Musik ist meine große Liebe). Prompt kam eine Antwort eines Followers: Du hast ja mal ne krasse Büffelhüfte!

War nicht nett gemeint. Und 2 Jahre davor hätte mich das total traurig gemacht, ich hätte an mir gezweifelt und meinen Körper gehasst. Solche Kommentare gab es nicht das erste Mal in meinem Leben. Mit 13 wurde mir was über meinen Hintern nachgerufen und im Schwimmbad laut festgestellt, dass ich Cellulite hätte. Kleiner Hint: Ich war damals einfach ganz normalgewichtig mit Kurven, die für dieses Alter nicht üblich gewesen sind. Generell ist es als Mädchen schwer auf einmal körperlich zu einer Frau zu werden, aber der gesellschaftliche und mediale Druck machen es einem nicht einfacher. Es hat Jahre gedauert bis ich meine Körperform so akzeptieren konnte, wie sie ist. Und das geht vielen Mädchen und Frauen so. Obwohl jeder Körper so individuell ist, wird einem regelmäßig suggeriert, dass man nur Körper XY haben darf, um „perfekt“ zu sein, um anerkannt und geliebt zu werden. Das ist unmöglich. Die Modeindustrie hat mich dabei auch oft an den Rande meiner Nerven gebracht. Hosen oder Röcke waren meine Endgegner. Denn mit einem breiteren Becken kann man Hosen oder Röcke kaufen schon mal als Sport betrachten.

Der Hater-Kommentar hat in mir Wut freigesetzt. Es war der bekannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ich produzierte von da an viele Youtube-Videos zum Thema Körperliebe und seit diesem Tag bekomme ich Nachrichten von vielen Frauen, die alle die gleichen Unsicherheiten haben. An der Taille zu weit, an den Oberschenkeln zu eng – hach, es gibt so viele Anekdoten von euch zu diesem Thema.

Ich bin der Überzeugung, dass es viel sinnvoller wäre, Klamotten für bestimmte Figurtypen anzubieten, da dann weniger Frustration aufkommt. Es gibt einfach verschiedene Arten von Körpern. Klar, maßgeschneidert wird es nie sein, wenn man in einem Shop bestellt – da möchte ich realistisch bleiben. Aber ich kenne die Probleme der Birnen- und Sanduhrfigurformen, oder auch A- und X-Formen genannt, zu gut.

Und genau dafür habe ich diese Marke kreiert. Klamotten, die passen und Klamotten die vor allem unserem Figurtyp schmeicheln. Das schließt die anderen aber natürlich nicht aus. Wems gefällt, der kann ja trotzdem das kaufen, was er möchte.

Und warum die Büffelhüfte heißt? Klar, für den ein oder anderen mag das sehr auf die 12 klingen. Aber das ist Absicht. Ich wollte es schaffen, einen von Grund auf negativen Begriff zu einem positiven zu formen und die Energie der Wut umwandeln in Selbstliebe. Theoretisch ginge das mit jeder Beleidigung: „Bohnenstange“, „Brillenschlange“, „Schwabbel“, „Mannsweib“ usw. Das ist die Message. Du hast es immer selbst in der Hand und #büffelhüfte zeigt dir, dass es geht.